Wo ist der Flow in Puerto Naos

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Nachdem ich nun bereits das vierte Mal auf La Palma die Flowwochen genossen habe, sollte ich vielleicht doch mal die Tastatur bemühen und meine Erfahrungen wider geben.

Begonnen hat alles mit Roli. Der war bereits 2010 auf der Insel und hat uns pausenlos gelöchert wie toll und wie einzigartig denn ein Mountainbikeurlaub auf La Palma wäre. Tja, wir hatten dann die Freerider-Tiefschnee-Argumente parat, aber irgendwann, genau im Jänner 2012 saßen auch wir im Flugzeug Richtung La Palma.

Die erste Woche ein super Apartment direkt an der Strandpromenade mit den Kumpels und in der zweiten Woche alleine als Quotenösi bei Atlantic Cycling die Flowwoche gebucht.

Na, als waschechter Österreicher mit einer Menge Vorurteilen was unsere Flachlandindianer aus dem westlichen Ausland betrifft, dachte ich die erste Woche wird hart und in der Zweiten werde ich etwas relaxen.

Da lag ich wohl daneben. Die erste Woche war hart, zumal wir auch einige Höhenmeter nach oben geradelt sind und den Shuttle nur ab und zu verwendet haben. Vor allem aber die Nächte in Lalis Bar haben so das eine oder andere zum Konditionsschwund beigetragen. Aber, bereits in der ersten Woche einige der Supertrails abgeritten. Pico, Fuencaliente, Hexenfeld, Tazacorte und Feuerturm und natürlich einmal Osten. Jedoch die zweite Woche sollte härter werden.

Nach sechs Tagen biken, von früh bis spät, einem Tag Pause, einchecken bei den „Preissn“. Dienstag. Noch keine Leute da. Na ja der Schlie war da und noch 2 Kampfgefährten. Also Räder auf den Anhänger und los geht´s mit Francesco Vettl rauf Richtung Refugio El Pilar und gleich mal aufsitzen. Wie so oft da oben, feucht und saukalt in der Walze. Zuerst mal etwas einradeln in Richtung Camino Real und dann rechts runter nach Santa Cruz. Das Gefährt hab ich bei Atlantic-Cycling geliehen, ein Liteville 601 in der zweiten Woche und ein Nicolai vom Sigi in der ersten Woche.

Ja, dann ging´s schon los. Die Jung´s haben´s drauf. Bist Du deppat. Entweder haben die keine Bremsen, oder die fahren einfach so gut. Wenn ich mit denen in diesem Tempo weiterfahre bin ich morgen im Krankenhaus. Da müssen wir gleich mal ein technisches Pauserl einlegen. Stefan meine Hände krampfen, wie kann man die Bremshebel umstellen? Ratz fatz eingestellt, zu schnell, und schon geht die Jagd weiter. Zum Glück hat er dann mal einen Platten (jeda Patschn is a Fahrfüla) der Schlie und ich schiebe mal einen Riegel ein um wieder etwas Kraft zu tanken. Fotografieren? Fehlanzeige, hier ist der Flow. Voigas.

Ziemlich schnell erreichten wir die ersten Häuser oberhalb von Santa Cruz und jetzt kommt Tiefenmetervernichtung. Gefühlte 5000 Stufen rattern wir zu Tale um dann an der Promenade mal etwas zu tanken und das Geschehene Revue passieren zu lassen.

Hopp. Hopp. Auf geht´s. Franceso ist schon wieder da und shuttelt uns rauf zum Refugio el Pilar wo bereits die nächste mächtig geile Abfahrt direkt nach Puerto Naos wartet. Mit einer kleinen Tücke zum Abschluss, dem Bachbett.

Fazit:

Überlebt. Es war ein toller Tag. Super Leute. Es ging alles sehr schnell. Freue mich schon auf morgen.

Und wenn ich keine Ohren hätte, ginge das Grinsen rundherum.

Linktipp:

Puerto Naos Atlantic-Cycling

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