Velilltrail unser erster Ritt in Ischgl

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Gegen Mittag erreichen wir Ischgl nach einer unkomplizierten und staufreien Anreise mit unserem Defender randvoll mit Bikes. Ganz im Gegensatz zum Wetterbericht begleitete uns die Sonne von Salzburg bis in diesen letzten Winkel von Tirol. Unvorbereitet was die Auswahl der Tour anbelangt, wollten wir ja in der Regenpause machen, wurde mal ein Bierchen bestellt und die Karte studiert, welche ja bereits vor Monaten per Post vom Tourismusverband geschickt wurde.

Was nun, Freerider oder doch All Mountain. Mal zur Sicherheit das All Mountain ausgewählt, wer weiß, wie viel Höhenmeter es bergauf geht. Aufsitzen und los geht´s mal Richtung Silvrettabahn rauf auf das Idjoch. Nach Studium der Karte sowie der verschiedenen Beschreibungen kommt leichte Konfusion auf da wir beschlossen hatten den Alptrida Trail zu fahren. Mal kurzer Check mit dem sehr freundlichen Liftpersonal, Änderung des Plans und rauf auf das Flimjoch mit dem Sessellift. Der Transport der Bikes hier sehr unkonventionell aber effizient.

Angekommen am Flimjoch kommen Erinnerungen hoch an unser Bikeabenteuer am Rothorn in Lenzerheide. Riesige Felsblöcke türmen sich übereinander hier auf einer Seehöhe von beinahe 2800m.

Aber jetzt geht´s los, Dämpfer auf, Sitz rein und mal losstrampeln den 19er in Richtung Velillscharte. Die ersten groben Steinen fegen die letzten Reste Bier aus dem Hirn und nach ca. 200m Schotterstrasse geht´s in den Trail welcher flowig in den Steilhang gebaut ist. Extrem trocken, dadurch etwas rutschig aber super zum Fahren ziehen wir unsere Kurven in den ersten Teil des Berges. Die Abfahrt ist steil, manche Kurven etwas eng, aber in Summe ein Supertrail der bei der zweiten Abfahrt sicherlich etwas gerockt werden kann.

Die ersten 700 hm sind gleich mal vernichtet, die Bremsen stinken und die Finger sind verkrampft. Das Gelände wird etwas flacher, der Trail dadurch schneller mit kleinen Drops und Anliegern rauschen wir dem Tal entgegen. Die Kühe links, rechts und direkt vor uns bewegen wir uns auf die nächste Zone der Bodenbeschaffenheit zu. Von den hochgebirgigen groben Steinen kommt nun Erde dazu und die ersten Sträucher und Bäume liegen vor uns.

Wir erreichen die Obere Velillalpe. Der Trail wandelt sich in einen wurzeligen, teilweise ausgewaschenen schmalen Steig der unterbrochen von Stufen sehr spannend vor uns liegt. Der Staub begleitet uns entlang des Velillbaches und nun geht´s rein in den Hochwald mit weichem Erdboden und Wurzelwerk. Ischgl liegt bereits in Sichtweite, die Hinterbremse hat kaum noch Bremswirkung, vielleicht hätte ich die Beläge doch vorher tauschen sollen, zischen wir die letzten Höhenmeter ins Tal.

Glück gehabt? Wir haben sicherlich einen der besten Trails gleich am Anfang abgeritten. Nun ab in das Dorf zu Eiskaffee und Weißbier um das Erlebte mal Revue passieren zu lassen.

Bewertung:

  • Grandiose Aussicht
  • Flowige und anspruchsvolle Trails
  • Fahrtechnik und Kondition erforderlich
  • All Mountain geht, ein Freerider wäre besser

Teaser: Ischgl 2012

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