Muhbarack unser Mountainbike Basecamp in Saalbach

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Muhbarack unser Mountainbike Basecamp

Saalbach ist mittlerweile das Mekka der Mountainbikeszene geworden. Noch vor wenigen Jahren musste man pünktlich bei der Kohlmaisbahn einchecken, denn es konnte Dir passieren, dass Du die Pause mit dem Personal teilen durftest. Seit Bestehen der Milkaline und des Panoramatrails gehört dies der Vergangenheit an.

Aber, auch bei uns hat sich was verändert. Der Federweg hat wieder ein paar Millimeter zugelegt, der Bauch auch und die Fahrtechnik hat sich über die letzten Jahre erheblich verbessert. Trails fahren wir immer noch die gleichen wie vor 10 Jahren. Nur, wir schieben weniger. Unser „Basecamp“ ist die Muhbarack, auch dies bereits seit mehr als 10 Jahren und den Einkehrschwung genießen wir immer noch bei den vielen gastfreundlichen und mittlerweile auch bikerfreundlichen Hütten in Saalbach und Hinterglemm.

Die Lieblingstrails haben sich gewandelt, früher galten der Huabatrail sowie der Hacklbergtrail als die Favoriten schlecht hin. Hacklberg ist immer noch super, hat einen tollen Flow – aber er ist mittlerweile zu schön für uns, zu perfekt. Und der alte Bergstadltrail ist auch der künstlichen Spurführung geopfert worden. Der war immer wieder eine Herausforderung.

Der heurige Saisonbeginn war gezeichnet durch viel Niederschläge, Schnee und Wassermassen haben Ihren Tribut gefordert. Aber wir brauchen noch ein Training für die Enduro-Schnitzeljagd in Sölden. Somit eingepackt und rein in Richtung Saalbach.

Am Sonntag morgen klettern wir mit unserem Landy die steile Schotterstraße zur Muhbarack empor. Das Wetter ist herrlich. Warm, wolkenlos aber die Trails sind fetznass aufgrund der letzten Niederschläge. Steff hat uns genügend Holz eingelagert, damit ich meine pyromanische Ader ausleben kann, die Hütte wird dann immer ein Saunatempel, aber davon ein andermal mehr. So, nun mal schnell die Lebensmittel einbunkern und schon geht´s rauf auf den Kohlmais.

Zum Aufwärmen mal unseren Lieblingstrail runter und dann weiter auf der Milkaline zur Talstation. Die Kurven kommen immer etwas zu schnell, im Mittelteil ist es ziemlich rutschig und puh, doch ein paar Mal ziemliches Glück gehabt. So, etwas Gas rausnehmen, würden ja gerne noch länger fahren.

Auf Kaffe und Kuchen zum Spielberghaus

Jetzt wollen wir´s aber wissen, wie wir drauf sind und machen mal den Vergleich mit dem letzten Mal. Rein in den Wurzeltrail in Richtung Asitzbahn und ich rutsche mal von Wurzel zu Wurzel. Anstrengend heute, nicht wirklich ein Gefühl für den Trail. Macht nichts wird schon werden. In der Mitte des Trails entscheiden wir runter zum Spielberghaus zu fahren, da gibt´s Kaffee und Kuchen bei Bine & Walter. Die steile Abfahrt über die Wurzeln geht schon besser, wenngleich auch hier alles ziemlich rutschig ist und ja. Eigentlich sollte man gesperrte Dämpfer aufmachen. Das hilft. Somit düsen wir nun mit offenen Dämpfern dem Spielberghaus entgegen. Ein neues Fahrgefühl stellt sich ein.

Freudige Begrüßung, ordentliches Essen, eine Menge gleichgesinnter und schon gehts wieder weiter in den Hölltrail. Heute wäre Höllentrail wohl der passendere Ausdruck. Nicht falsch verstehen. Der Trail ansich ist super. Aber mein Eindruck heute, der Berg schwitzt. Besteht aus Wasser mit einer Erdschicht die von nassen Wurzeln und Steinen zusammengehalten wird. Mein alter Spruch aus dem Flowgau fällt mir wieder ein. „Der Bach ist der Weg„. Also, bei schönem Wetter war ich noch nie so paniert wie heute. Genial.

Raus aus der Hölle und am Schotter mal die Reifen wieder gesäubert geht´s schon weiter in meinem absoluten Highlight dem „Trail Secreto II“. Das ist Flow pur mit kleinen technischen Schmankerln und extrem kurzen Schiebepassagen. Wow. Der pfeift noch immer.

Bei der Talstation mal brav die Räder gespült und schon geht´s wieder rauf auf den Kohlmais. Nachdem wir noch zwei kleine Trails abgeritten sind, den Flow wieder gefunden haben wird´s Zeit den sonnigen und lauen Abend auf unserer Terrasse hoch über Saalbach zu genießen. Das Bier ist kalt, der Speck schmackhaft und das Bauernbrot knusprig. Was will man mehr.

Obwohl es schön warm ist, heize ich mal den Holzofen ein. Die Eierspeise schmeckt dann einfach noch besser. Andy hat wieder Kaffee von 220Grad dabei und so erleben wir ein herzhaftes Frühstück im Freien. Die ersten Gondeln fahren vorbei, was gleichzusetzen ist mit dem Startschuss für einen weiteren tollen Biketag.

Sieben Brote, Speck mit Ei verträgt sich nicht mit 20 Minuten Wurzeltrail

Heute rocken wir die Königtrails. Gleich am Morgen den Wurzeltrail zum Einfahren. Der warme Wind hat ganze Arbeit geleistet und vieles ist schön aufgetrocknet in der Nacht. Die sieben Brote, die zwei Eier mit Speck waren dann doch etwas zu viel für diesen Warm-up. Nun, Dummheit wird bestraft, somit keuchen wir mit ziemlich hohem Puls den Trail in Richtung Leogang. Bis auf den Brechreiz geht´s heute schon super. Deshalb mal eine kleine Rast und dann geht´s runter ins Tal auf unseren Königtrails. Der Flow ist da, der Himmel ist blau, genug Luft in den Reifen und auch der Magen hat sich wieder beruhigt.

Als Nächsten reiten wir den Secreto I hinab vorbei am Spielberghaus, welches am Montag leider Ruhetag hat. Ein Trail, der´s in sich hat. Steile Passagen durchsäumt von Wurzeln, Sumpflöchern ab und an leicht verblockt und als Finale ein Spitzkehrenwahnsinn im steilen Gelände. Superio!
Extreme Hitze, viel Schlamm und Wasser, jedoch ein Lächeln im Gesicht hiefen wir unsere schmutzigen Körper  in Evas Lodge. Dort wartet die Belohnung. Saalbachs bester Eiskaffee.

Nachdem unsere Batterien wieder aufgeladen sind, geht´s noch ein paar Trails weiter und den Abend eröffnen wir auf der Asteralm mit Wiener Schnitzel und setzen diesen fort auf unserer Sonnenterasse mit einer mitternächtlichen Speckjause unter lauem Sternenhimmel. Einfach grandios.

Was ist toll in Saalbach?

  • Trails für jeden.
  • Einkehrmöglichkeiten an jeder Ecke
  • Viel gleichgesinnte
  • Verständnis für Biker
  • Für Biker ausgerichtete Hotelerie
  • Grandiose Natur

Fotogalerie Saalbach 2013 und Saalbach 2012

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