Geheim Area Flowgau

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Im Lungau versteckt sich einer der ersten Mountainbikeguides von Whistler/Kanada. Stohl Heinz, Urgestein, Extrainer von Skilegenden aus Österreich und Kanada war lange Jahre in Whistler und hat dort auch seine Liebe zum Mountainbike entdeckt. In Mariapfarr hat er sich ein Refugium geschaffen. Inmitten des Waldes und doch beinahe im Ort liegen drei wunderschöne Hütten, welche wir bereits seit Jahren mieten und als Basecamp für unsere Touren verwenden.

Auch heuer war es wieder mal soweit und wir luden unsere Bikes bei herrlichem Wetter und absolut schlechter Wetteraussicht in unser Bikemobil Defender 110. Die Anreise entschleunigt über Nebenstrassen und Gebirgspässe erreichen wir schließlich unsere Hütte. Johanna hat bereits eingeheizt, wir räumen mal den Defender aus, checken unsere Bikes und dann geht´s schon los auf meinen Lieblingstrail.

Keine 20m und das erste Hindernis ist schon zu bewältigen ohne den Stacheldraht zu küssen. Voilá, geschafft, runter durch den Wald, ein kurzes Stück Strasse und schon sind wir unterwegs in Richtung Gensgitschtrail. Drrrrrr, scheiße, … was ist jetzt kaputt, mein Hintereifen streift. Nix kaputt, Heinz der alte Spassvogel ist mir hinten aufgefahren, hat sich angeschlichen mit Johanna und wir beschließen gemeinsam weiter zu fahren. Was nicht so einfach ist, denn wenn die beiden bergauf langsam fahren, habe ich Puls 180.

Der Heinz hat wieder mal aufgerüstet. Fährt jetzt das KTM eBike damit sein Pumperl keine break macht.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und dann sind wir auch schon am Ziel unserer ersten Etappe. Der Einstieg zum Gensgitschtrail. Der Weg ist noch ziemlich verwildert, teilweise liegen Bäume kreuz und quer, geknickt von der Schneelast, welche bis vor kurzem hier noch vorhanden war.

Während wir noch unsere Schoner anlegen, ist der Heinz schon runtergestochen bis zur ersten Querung und auch schon wieder da dank seiner neuen Maschine. Kommt mir vor wie ein ungestümer Stier, voller Tatendrang. Na ja, vielleicht liegt´s auch an den beiden Damen die mich begleiten.

Der Gensgitschtrail bietet alles was mir gefällt. Handtuchbreit, ein paar technische Happerl und ein Megaflow. Nach unten raus ziemlich steil und Stacheldraht bewehrt, da sollte man sich keine Fehler erlauben.

Birgit und Marissa schlagen sich hervorragend. Marissa hatte zwei Stunts über den Lenker, schaute ziemlich wild aus, aber nix passiert – zwei Fichten hat´s umgerissen. Birgit konnte nun erstmals das Fahrtechniktraining von Latsch in der Praxis checken auf einem Vergleichstrail – hat sich ausgezahlt. Am meisten muss ich immer Johanna bewundern. Die fährt da runter mit Ihrem Retrobike, mit Reifen, wo ich auf der Forststraße schon Angst bekomme. Nun denn, gelernt ist gelernt.

Mit ein paar blauen Flecken und Kratzern mehr kommen wir heil unten an und machen uns auf den Weg zum Hüttendorf. Weg gesperrt. Richtig, da war ja eine riesige Mure im Frühjahr welche die Straße meterhoch überschüttet hatte. Somit trennen sich nun unsere Wege wieder. Heinz und Johanna fahren noch wo rauf und wir machen uns auf den Weg retour nach Mariapfarr. Letztlich scheint zwar die Sonne, aber es geht ein saukalter Wind und der Magen knurrt auch.

Aber, einen kleinen Haken schlagen wir noch. Der Horsetrail, ein Schmankerl zum Abschluß der ob der Kälte ein Grinsen ins Gesicht zaubert.

Die nächsten Tage ist Regenwetter angesagt. Für mich ist bereits am nächsten Morgen Schluss. Entzündung im Kreuz kaum Bewegung möglich. Somit schicke ich die Mädls auf den Weg und hoffe das es besser wird. Wie immer in Mariapfarr, das Schlechtwetter hält nicht was es verspricht. Ein Tag ein paar Schauer und der Rest war wunderschön während rundherum die Welt unterging.

Aber, es hat auch Vorteile wenn man bewegungsunfähig zu Hause ist. Johanna bringt selbstgebackenen Kuchen! Lecker. Mmmhh.

Flowgau = Lungau

Werde in einem anderen Beitrag mal nachholen warum ich den Lungau als Flowgau bezeichne. Es liegt auf alle Fälle darin begründet, rund um Mariapfarr existieren eine Unzahl von Trails die einfach einen super Flow haben. Man schafft es nicht diese Trails in einer Woche abzufahren, zumal der Weg nach oben ja mit Muskelkraft ohne Shuttle zu bewältigen ist. Kein Vorteil ohne Nachteil. Die Trails sind schwer zu finden. Jedoch jahrelange Besuche und Heinz als local guide, da kann man dann schon das eine oder andere Schmankerl abreiten. Obwohl wie Johanna mal sagte „Do wo ihr mit´n Radl hinkummts, da kum i ned a moi zum Schwammersuchan hin„.

Was ist das tolle im Flowgau?

  • Trails, Trails, Trails
  • Auch wenn schlechtes Wetter ist, die Sonne kommt immer wieder durch
  • Preis- und Leistungsverhältnis
  • Sonnenhütten von Johanna & Heinz Stohl
  • Saunalandschaft
  • Kaum Menschen und grandiose Naturlandschaften
  • Kartenmaterial

Linktipps:

 

 

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